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Afro-brasilianische Religion mit verschiedenen Untergruppen, geprägt von Angehörigen der Yoruba *), die besonders zahlreich vom 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Bucht von Benin (siehe Karte) nach Brasilien verschleppt worden sind. Da es keine geschriebenen Texte gab, wurden die Grundregeln und Legenden durch die Zeremonien und mündlich übermittelten Mythen weitergegeben.
Den religiösen Gemeinschaften der Kultstätten, den Terreiros *), stehen Priesterinnen (in der Mehrzahl) und Priester vor: "Ialorixá" oder "Mãe de Santo" (Heilige Mutter) und "Babalorixá" oder "Pai de Santo" (Heiliger Vater).
Verehrt werden ursprünglich aus Afrika stammende Gottheiten, die Orixás bzw. Orishas *). Dass viele Orixás mit katholischen Heiligen assoziiert werden, hat mit der anfänglichen Notwendigkeit einer Tarnung der von der Kolonialmacht als "heidnisch" verfolgten Glaubensvorstellungen der afrikanischen Sklaven zu tun. Noch bis in die 1970er Jahre war Candomblé in Brasilien verboten.
Heutzutage ist Candomblé überaus populär. Auch viele bekannte Künstler, Intellektuelle, Politiker, Wirtschaftsbosse etc. bekennen sich offen dazu.
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Siehe auch:
Candomblé - Fototeil Mit Zitaten von R. Bastide und P. Verger
Schwarze Neue Welt Roger Bastide
Ethnographie & Photographie Pierre Verger
P. Vergers letztes Gespräch Gilberto Gil & Pierre Verger
Einleitung Katalog M. Metzner & M.M. Thoss
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